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Film über NSA-Skandal:Snowdens "explosive Enthüllungen" im Kino

Edward Snowden

Der Kinofilm über Edward Snowden wird ein "politischer Film."

(Foto: dpa)

Zwischen Polit-Drama und Agententhriller: Sony teilt mit, die Geschichte des ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden zu verfilmen. Die Vorlage liefert das Buch "No Place to Hide" von Journalist Glenn Greenwald.

Edward Snowdens Enthüllungsgeschichte kommt ins Kino. Wie Sony am Mittwoch mitteilte, soll die Story des Ex-US-Geheimdienstmitarbeiters verfilmt werden. Vorlage für den Kinofilm, der wohl zwischen Polit-Drama und Agententhriller einzuordnen sein wird, ist das Buch des amerikanischen Journalisten Glenn Greenwald "No Place to Hide" (deutscher Titel: "Die globale Überwachung").

Greenwalds Buch ist in enger Zusammenarbeit mit Snowden entstanden, der ihm detaillierte Informationen zukommen ließ. "No Place to Hide" befasst sich mit den aufsehenerregenden Enthüllungen über die globale Überwachung durch die NSA und deren weltweite Auswirkungen, ist gleichzeitig aber auch die mit viel Spannung erzählte Lebensgeschichte eines jungen, patriotischen Mannes, den der Machtmissbrauch seiner Vorgesetzten frustriert.

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Nachdem Sony die Rechte an Greenwalds Buch erworben hat, wird Snowden bald als Leinwandheld Furore machen. Wie der Konzern weiter mitteilte, werden die James-Bond-Regisseure Michael Wilson und Barbara Broccoli den Stoff verfilmen.

Für Doug Belgrad, Chef der Sony-Tochter Columbia Pictures, handle es sich vor allem um einen "politischen Film." Die "explosiven Enthüllungen" Snowdens hätten "wichtige Fragen über die Rolle von Regierungen beim Schutz der Bürger und der Balance von nationaler Sicherheit und persönlicher Freiheit aufgeworfen."

Snowden selbst hält sich derzeit in Russland auf, wo er noch bis zum Sommer politisches Asyl genießt. Die USA verlangen seine Auslieferung und wollen ihn wegen Geheimnisverrats vor Gericht stellen. Mit den von ihm enthüllten Überwachungsmethoden des US-Geheimdienstes NSA beschäftigt sich derzeit auch ein Untersuchungsausschuss des Bundestages. Der Ausschuss will Snowden selbst befragen. Wo das geschehen soll, darüber wird noch heftig gestritten.