"Emily" im Kino:Ein erträumtes Leben

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"Emily" im Kino: Wahrheit und Fiktion: Emma Mackey in "Emily".

Wahrheit und Fiktion: Emma Mackey in "Emily".

(Foto: Wild Bunch)

Faktenbasierte Erfindungen: In Frances O'Connors Kinofilm "Emily" vermischen sich ganz großartig die wahre Geschichte der Brontë-Schwestern, der Roman "Sturmhöhe" und einiges an Fantasie.

Von Susan Vahabzadeh

Es ist ganz erstaunlich, mit welcher Sicherheit ernst zu nehmende Literaturwissenschaftler behaupten, Emily Brontë habe sich die Leidenschaft von Heathcliff und Catherine Earnshaw in "Sturmhöhe" ohne jede eigene Erfahrung nur ausgedacht. Nun ist es zugebenermaßen so, dass das Leben von Emily Brontë, die 1848 im Alter von nur dreißig Jahren starb, ungewöhnlich greifbar erscheint, weil noch so viel davon da ist, von geflochtenen Haarsträhnen über Teetassen bis zu dem Sofa im Pfarrhaus der Brontës in Haworth, in den Mooren Yorkshires. Das wiegt einen vielleicht in einer trügerischen Gewissheit, da könnte nichts sein, was der Nachwelt verborgen blieb. Das stimmt natürlich nie.

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