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Feste:Hanse Sail großer Besuchermagnet: Veranstalter zufrieden

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Die Liebe zu alten Schiffen ist jung geblieben. Die Hanse Sail in Rostock, das alljährlich größte Fest Mecklenburg-Vorpommerns, hat ihre Anziehungskraft erneut unter Beweis gestellt.

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

Rostock (dpa/mv) - Die Veranstalter der Hanse Sail in Rostock haben zum Ende des viertägigen maritimen Volksfestes ein positives Fazit gezogen. Zu den vielfältigen Veranstaltungen der Sail, die als eines der weltweit größten Windjammer- und Traditionssegler-Treffen gilt, seien etwa eine halbe Million Menschen gekommen. Fast 150 Schiffe aus sieben Nationen hätten an der Warnow festgemacht und das maritime Erbe neu belebt.

Neben dem Segelschulschiff der Deutschen Marine, der „Gorch Fock“, traf nach Angaben der Organisatoren das Segelschulschiff der indonesischen Marine, „Bima Suci“, auf besonders großes Interesse der Sail-Gäste. Beide Schiffe waren für Besichtigungen geöffnet. Allein auf der „Bima Suci“, dem mit 111 Metern längsten Schiff bei der 32. Hanse Sail, seien mehr als 20 000 Besucher gezählt worden. Kommandant Sati Lubis zeigte sich erfreut über das „große Interesse an unserem Schiff und unserer Kultur“. Mit artistischen und musikalischen Darbietungen hatten die etwa 100 Kadetten ihre Gäste unterhalten.

Noch bevor das maritime Fest am Abend mit einem Konzert auf der großen Bühne im Stadthafen ausklang, äußerte sich auch Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger (Linke) zufrieden über den Verlauf: „Die Hanse Sail 2023 war ein voller Erfolg. Ich freue mich über viele aufregende Begegnungen, tolle Erlebnisse und glückliche Gesichter“, sagte sie. Rostock habe gezeigt, wie weltoffen, friedlich und freundlich die Stadt sei.

Auch das Wetter spielte mit. Nach wochenlangem Regenwetter blieben die Schleusen des Himmels für die Tage der Hanse Sail meist geschlossen. Der Schauer, der am Samstagabend über die Stadt hinwegzog, hörte rechtzeitig vor Beginn des großen Höhenfeuerwerks auf. Bei den Ausfahrten mit den Traditionsschiffen blieb es trocken.

Diese Törns auf die Ostsee sind traditionell Teil der Hanse Sail und für die Schiffseigner eine wichtige Einnahmequelle, um den Erhalt und Betrieb der oft betagten Boote finanzieren zu können. Wie an den Tagen zuvor waren auch am Schlusstag die Plätze an Bord begehrt. Wie ein Sprecher sagte, blieben von den zur Sail insgesamt zur Verfügung gestellten 13 000 Tickets nur wenige ungenutzt.

Auf 15 Bühnen, die vom Stadtzentrum bis nach Warnemünde in sieben Erlebnisbereichen aufgebaut worden waren, wurde den Besuchern ein buntes Unterhaltungsprogramm geboten. Traditionell öffnete auch der Marine-Stützpunkt Hohe Düne seine Tore für Besucher. Dort gab es unter anderem Technik-Vorführungen, begleitet von musikalischer Unterhaltung durch das Marinemusikkorps aus Kiel. Mit mehr als 10 000 Besuchern sei dort am Samstag ein neuer Tagesrekord aufgestellt worden, hieß es.

„Die Hanse Sail ist das größte Fest von MV und in diesem Jahr konnten wir wieder unter Beweis stellen, welche Strahlkraft es immer noch besitzt“, stellte Rostocks Tourismusdirektor Matthias Fromm zufrieden fest. Das Konzept sei aufgegangen. Durch neue und angepasste Veranstaltungsflächen und -formate wie das Strandsandkino, den Mitsing-Chor oder die von Traditionsschiffen begleitete Ausfahrt des Kreuzfahrtschiffes Aidadiva am Samstag habe sich die Hanse Sail weiterentwickeln können.

© dpa-infocom, dpa:230812-99-817068/3

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