LiteraturRache ist weiblich

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Der ikonische Moment weiblicher Rache in der Popkultur bleibt bis heute Uma Thurmans Auftritt in Quentin Tarantinos Film „Kill Bill“ von 2003.
Der ikonische Moment weiblicher Rache in der Popkultur bleibt bis heute Uma Thurmans Auftritt in Quentin Tarantinos Film „Kill Bill“ von 2003. Mary Evans Picture Library/Ronald Grant/IMAGO

Gewalt gegen Frauen wird diskutiert wie nie – und in der Fiktion boomen Geschichten, in denen Opfer zurückschlagen. Ist Gegengewalt in Ordnung? Eine Literaturrecherche zur „Female Rage“.

Von Maja Goertz

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Ihre Wut ist zu groß geworden, um sie herunterzuschlucken. Deshalb scheint spezifisch weiblicher Zorn gerade überall zu sein, seit einigen Jahren kollektiviert und politisiert sich „female rage“ als Wut gegen die Machtstrukturen des Patriarchats, gegen geschlechtsspezifische Ungleichbehandlung, gegen ausufernde sexualisierte Gewalt, die uns in den Epstein Files, im Pelicot-Prozess und zuletzt im Fall Ulmen, aber auch schier überall begegnet. Besonders junge Frauen werden durch die Auseinandersetzung mit solchen Fällen feministisch politisiert und wählen die Wut als Ausdrucksmittel, bestenfalls als Motor für Veränderung. Sie wollen sich nicht mehr zurückhalten. Und doch bleibt weibliche Wut kompliziert: Noch lernen kleine Mädchen eher, sie zu unterdrücken. Wie also verschafft sie sich Luft?

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