Opernpremiere von „Faust“Ein neuer Pavarotti ist er nicht

Lesezeit: 3 Min.

In der romantischen Oper von Gounod sind Faust (Jonathan Tetelman) und Marguerite/Margarete (Olga Kulchynska) vor allem am Gefühl interessiert.
In der romantischen Oper von Gounod sind Faust (Jonathan Tetelman) und Marguerite/Margarete (Olga Kulchynska) vor allem am Gefühl interessiert. Geoffroy Schied

Aber der Tenor Jonathan Tetelman zeigt in Charles Gounods „Faust“ an der Bayerischen Staatsoper, dass Großes in ihm steckt. Heimlicher Star des Abends ist trotzdem die Dirigentin Nathalie Stutzmann.

Von Helmut Mauró

Am Ende triumphiert die unsichtbare Frau im Graben. Nathalie Stutzmann ist die Dirigentin der Stunde, führt Charles Gounods großes romantisches Musiktheater „Faust“ an der Bayerischen Staatsoper brillant durch einen langen, manchmal länglichen Abend. Natürlich im Verbund mit einem ausgezeichneten Sängerensemble, darunter der herausragende US-amerikanische Bassbariton Kyle Ketelsen als Méphistophélès. In einer Inszenierung (Lotte de Beer, Florian Hurler), die auf Modernisierung verzichtet, mit großformatigen, metallisch anmutenden Flächen, skulptural platziert wie von Richard Serra (Bühnenbild: Christof Hetzer), ruhige Räume schafft, in denen die Akteure in historisch informierten Kostümen agieren.

Zur SZ-Startseite

Kunst
:Ambitioniert, arrogant und angstfrei

Das Leben der Malerin Paula Modersohn-Becker zeigt, was die Welt verliert, wenn sie Frauen ausgrenzt. Zum 150. Geburtstag der Ausnahmekünstlerin erinnern gleich mehrere Ausstellungen daran.

SZ PlusVon Till Briegleb

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: