Pop„Sie verwechseln den Staat mit der Demokratie“

Lesezeit: 7 Min.

Mag die Sprachdichte bei Kafka, Zahlen und, vermutlich, Blumen: Sänger Farin Urlaub.
Mag die Sprachdichte bei Kafka, Zahlen und, vermutlich, Blumen: Sänger Farin Urlaub.
Foto: Dennis Dirksen

„Ärzte“-Sänger Farin Urlaub über Jeanne d’Arc, den Hass der Impfgegner, die AfD und die vielleicht wichtigste Frage in diesen Tagen: Wie bleibt man trotz allem optimistisch?

Interview von Jakob Biazza

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Seltsame Situation: Man kann das neue Soloalbum von Farin Urlaub – bürgerlich Jan Vetter, im Hauptberuf Gitarrist und Sänger bei Die Ärzte – erst direkt vor dem Interview hören. In einem Seminarraum mit Linoleumboden, der aussieht, riecht und sich anfühlt, als wäre noch Bohnerwachs aus den Fünfzigern übrig, liegen ein paar MP3-Player, die keinen Internetzugang haben. Hohe Sicherheitsstufe, hübsches Schauspiel: Kollegen kommen rein, hören, urteilen, notieren, werden zum Interview abgeholt. „Ein Lächeln im Gesicht“ heißt das Album, und es ist, soweit man das nach zweimal hören sagen kann, mindestens mal geeignet, die Laune wieder etwas zu heben.

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