PopGlück und Elend des Evan Dando

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Fallhöhe? Man muss eher von einer enormen Falltiefe sprechen, aus der sich Dando nun zurück ins Rampenlicht hievt.
Fallhöhe? Man muss eher von einer enormen Falltiefe sprechen, aus der sich Dando nun zurück ins Rampenlicht hievt. Antonia Teixeira

Der „Lemonheads“-Sänger war in den Neunzigerjahren ein Posterboy des Grunge. Jetzt ist Dando zurück mit neuem Album, einer Autobiografie – und in richtig guter Form.

Von Thomas Bärnthaler

Erinnert sich noch jemand an Evan Dando von den Lemonheads? Surfermähne, stahlblaue Augen, der Mitte der Neunzigerjahre die Titelblätter der maßgeblichen Pop- und Lifestyle-Magazine zierte? Befeuert von einer frei drehenden Musikindustrie, die ihn im Windschatten des Grunge-Hypes zum neuen Posterboy aufbauen wollte? Der mit „It’s a Shame About Ray“ einen der hinreißendsten Slacker-Songs dieses tragikomischen Jahrzehnts geschrieben hat und vom Magazin NME zum Mann des Jahres 1993 gekürt wurde? Der alles zu haben schien: das Aussehen, die Songs, die Nonchalance im Auftritt und die richtigen Liebschaften sowieso (Liv Tyler, Kate Moss). Nur hatte dieser Evan Dando, ähnlich wie sein Weggefährte Kurt Cobain, keine Lust, irgendwas für irgendwen zu sein, außer ein Songschreiber, der sich weigert, erwachsen zu werden.

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