Uncomfortable, unbehaglich: ein Wort, das in den vergangenen Jahren zu einer Waffe geworden ist. Man fühlt sich unbehaglich jemandem gegenüber, und plötzlich steht diese Person unter Verdacht. Genau das ist vor knapp einem Monat der renommierten Soziologin Eva Illouz passiert. Zuerst wurde sie von der sozialwissenschaftlichen Fakultät der Erasmus-Universität Rotterdam eingeladen, anlässlich der neuen niederländischen Übersetzung ihres Buches „Explosive Moderne. Eine scharfsinnige Analyse unserer emotionsgeladenen Gegenwart“. Und dann sind die gegenwärtigen Emotionen tatsächlich explodiert, denn im Oktober wurde Illouz wieder ausgeladen. Jemand im sogenannten Rotterdamer Love Lab hatte sich unbehaglich gefühlt.
Nach AusladungUni Rotterdam bittet Eva Illouz um Verzeihung
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„Ein Fehler unsererseits“: Nachdem die Universität die Soziologin erst ein- und dann wieder ausgeladen hat, entschuldigt sich die Hochschulleiterin. Man wolle die „Angelegenheit“ untersuchen.
Von Geertjan de Vugt
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