Es beginnt absolut fantastisch. Man hört einen Gesang, wie man ihn noch nie gehört hat, es ist kein Operngesang, auch kein Sprechgesang, wie man ihn etwa von Alban Berg kennen könnte. Es ist eine ganz eigene neue Symbiose aus Wort und, nun ja, Melodie, ein Singen, das zum völlig natürlichen Ausdruck wird, egal wie künstlich seine Herstellung sein mag. Die Münchner Kammerspiele machen jetzt auch Musiktheater, „Eurydike und Orpheus“, greifen also auf den Urmythos der Oper zurück, dem vom Sänger, der seine Geliebte aus dem Totenreich zurückholt. Oder holen will. Natürlich ist an den Kammerspielen alles ein bisschen anders, aber eines ist wie immer: Eurydike und Orpheus, zwei Frauen, lieben sich sehr.
TheaterIm Tiefkühlfach der Liebe
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Die Münchner Kammerspiele machen jetzt auch Musiktheater – „Eurydike und Orpheus“ ist ein faszinierendes Experiment. Zumindest anfangs geht es wunderbar auf.
Von Egbert Tholl
