Eurovision Song ContestNemo will ESC-Trophäe wegen Teilnahme Israels zurückgeben

Nemo beim Finale des Eurovision Song Contests 2024 im schwedischen Malmö.
Nemo beim Finale des Eurovision Song Contests 2024 im schwedischen Malmö. (Foto: Martin Sylvest Andersen/Getty Images)

Eurovision stehe für Einheit, Inklusion und Würde für alle, betont Nemo. Israels Teilnahme am ESC stehe im Konflikt mit diesen Werten.

Als Nemo im Sommer 2024 im schwedischen Malmö den Eurovision Song Contest (ESC) gewann, war die Freude groß. Doch etwa eineinhalb Jahre später will Nemo die Trophäe zurückgeben. Grund sei die Entscheidung der Europäischen Rundfunkunion (EBU), Israel nicht von der nächsten Ausgabe des Eurovision Song Contests auszuschließen, betonte Nemo in einem Post auf Instagram. Eurovision stehe für Einheit, Inklusion und Würde für alle. Israels Teilnahme am ESC stehe im Konflikt mit diesen Werten.

„Wenn die Werte, die wir auf der Bühne feiern, nicht abseits der Bühne gelebt werden, werden selbst die schönsten Lieder bedeutungslos“, sagte Nemo und kündigte an, den Pokal zur EBU in Genf zurückzuschicken.

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Mehrere Länder hatten zuvor angekündigt, den Eurovision Song Contest 2026 in Österreich boykottieren zu wollen – ebenfalls wegen der Teilnahme Israels. Dazu zählen etwa Island, Spanien, Irland, Slowenien und die Niederlande. Weitere Länder erwägen ebenfalls einen solchen Schritt.

Die Länder reagierten auf einen in der vergangenen Woche gefällten Mehrheitsbeschluss der EBU, wonach alle Länder an dem Musikwettbewerb teilnehmen dürfen, die das wünschen. Damit steht einer Teilnahme Israels am nächsten ESC in Wien nichts mehr im Weg. Der 70. Eurovision Song Contest soll vom 12. bis zum 16. Mai 2026 in der Stadthalle in Wien stattfinden.

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