Der Blick aus Europa nach Westen verfing sich schon immer in der Skyline der Stadt New York. Sie war seit dem 19. Jahrhundert Symbol großer Verheißungen. So ist es kein Wunder, dass Zohran Mamdani nach seinem Sieg bei der Bürgermeisterwahl als Lichtgestalt einer neuen Linken bejubelt wird. Doch nach den Siegesfeiern kommt schon die Ernüchterung. Von der New York Times und The Atlantic bis zu den Social Media regen sich Zweifel. Sein Triumph ist ein Wahlergebnis, das er mit seiner Leidenschaft, seiner Vision der Hoffnung und mit der Frustration so vieler Wähler erkämpfte. Deswegen ist er vor allem ein personifiziertes Manifest für den Widerstand einer neuen Generation. Das politische Tagesgeschäft kann das schnell zerreiben. Der Maschinenraum ist keine Bühne. Vor seinem eigentlichen Sieg stehen nun politische Kämpfe, die in New York mindestens so hart ausgefochten werden wie in Washington. Da geht es um Ansprüche, Interessen, Pfründen. Um Geld.
Europa und Zohran MamdaniSo einen hätten Sie hier gerne?
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Der neue New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani vereint erstaunlich viel Hoffnung auf sich, auch aus Europa. Stellvertretend für die Welt soll er gegen die Ungerechtigkeit einer Zeit ankämpfen, für die Donald Trump das Symbol geworden ist.
Von Andrian Kreye
