Schriftsteller Etgar Keret:"Heute ist Aktivismus, wenn man auf Facebook die Flagge postet, für die man gerade ist"

Schriftsteller Etgar Keret: "Man mag jemand, und jemand anderen hasst man, man brennt richtig vor Hass und dann sucht man nach mehr Brennstoff für den Hass": Der israelische Schriftsteller Etgar Keret in seiner Wohnung in Tel Aviv.

"Man mag jemand, und jemand anderen hasst man, man brennt richtig vor Hass und dann sucht man nach mehr Brennstoff für den Hass": Der israelische Schriftsteller Etgar Keret in seiner Wohnung in Tel Aviv.

(Foto: Emmanuel Dunand/AFP)

Der israelische Autor Etgar Keret über Social Media, Diskussionen über geköpfte Kinder, den Krieg in Nahost und die Unfähigkeit zu trauern.

Interview von Johanna Adorján

Etgar Keret ist einer der bekanntesten und originellsten Schriftsteller Israels. Er schreibt hauptsächlich Kurzgeschichten, oft surreal und voll schwarzem Humor, und ist auch ein beliebter Kinderbuchautor. Das Gespräch findet in seinem Wohnzimmer in Tel Aviv statt. Große Fenster, viele Bücher, es gibt Tee und Kekse. Unter seinem Sessel liegt sein Haustier, ein weißer Hase namens Hanzo. Einmal hoppelt er kurz hervor, kehrt aber gleich wieder um.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusExklusivSoziologin Eva Illouz und die Linke
:Wir, die Linken? Nicht mehr

Ich glaubte, dass vor allem die Leute aus meinem politischen Lager von den Gräueltaten der Hamas abgestoßen wären. Stattdessen sehen sich die Juden in Israel und in der Welt schamlos im Stich gelassen.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: