Essay:Der Preis des Neins

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Er will, sie nicht. Trotzdem lässt sie es aber wie schockgefroren über sich ergehen: Tippi Hedren und Sean Connery in Alfred Hitchcocks Film "Marnie" aus dem Jahr 1964. (Foto: dpa)

Nein soll endlich Nein heißen. Aber macht es sich die geforderte Verschärfung des Sexualstrafrechts zu leicht? Eine Betrachtung entscheidender Streitpunkte.

Von Andreas Zielcke

Nachdem sich die Regierungskoalition festgelegt hat, wird künftig jede sexuelle Handlung strafbar sein, die das "Nein" des Opfers übergeht. Gegenüber der aktuellen Rechtslage, die Nötigung oder Missbrauch voraussetzt, fügt der neue Tatbestand dem Sexualstrafrecht die bisher fehlende Basisregel hinzu. Das Missachten des Willens ist jetzt hinreichender Strafgrund.

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