Essay Achterbahnfahrt statt Kulturspaziergang

Bei "Filmtrip" wird der Zuschauer zum Helden einer recht aufwendig inszenierten Geschichte

Von Christiane Lutz

Wenn auf der Bühne ein Schauspieler dem andern eine Pistole an den Kopf hält und der Bedrohte wimmert und fleht, ist der Zuschauer bestenfalls emotional angespannt. Meist schaut er nur interessiert zu. Er weiß sich schließlich im sicheren Abstand zum Bühnengeschehen und braucht sich nicht zu fürchten. Wenn aber dem Zuschauer die Waffe an die Schläfe gehalten wird, oder er selbst jemanden - wenn auch nur im Spiel - damit zur Strecke bringen soll, wird sein Herz klopfen, er wird ...