Eurovision Song ContestWilde Locken, aufgeklebte und echte Tränen

Lesezeit: 2 Min.

Eine Story, die zum ESC passt wie die Faust aufs Auge: Nemo nach dem Sieg im Eurovision Song Contest 2024 in Malmö, Schweden.
Eine Story, die zum ESC passt wie die Faust aufs Auge: Nemo nach dem Sieg im Eurovision Song Contest 2024 in Malmö, Schweden.
Leonhard Foeger/Reuters

Es ist der dritte Schweizer Sieg in der Geschichte des ESC: Nemo, 24 und nicht binär, verzaubert das Publikum mit einem Song und einer Story, die wie gemacht sind für dieses Event.

Von Isabel Pfaff

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Am Ende trägt Nemo einen Dornenkranz, der eigentlich zum Outfit der irischen ESC-Kandidatin gehört. Ein Stück Zufälligkeit an einem sonst durch und durch gestylten Abend, und doch passt der Kranz hervorragend zu den wilden Locken, den aufgeklebten (und echten) Tränen und den ausgebreiteten Armen: Nemo aus der Schweiz, gerade zum Sieger des diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) gekürt, als ein leidend-jubelnder Christus.

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:Ein einziger Balanceakt

Wohl noch nie war der ESC derart aufgeladen, obwohl er doch eigentlich gänzlich unpolitisch sein will. Umso passender, dass am Ende das einzige angeblich rundum neutrale Land gewonnen hat - mit einem Auftritt, der selbst viel Gleichgewichtsgefühl bewies.

SZ PlusVon Alex Rühle

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