
Alan Hollinghursts neuer Roman beginnt mit einer geheimen homoerotischen College-Affäre im Oxford des Jahres 1940 und er endet 2012 mit der Wiederverliebung eines sechzigjährigen Mannes, der vor Kurzem seinen langjährigen Ehepartner zu Grabe getragen hat. Was sich in diesen siebzig Jahren gesellschaftlich verändert hat, ist so grundstürzend, es verlief so schnell wie noch nie in vergleichbar kurzen Zeiträumen der menschlichen Geschichte. Dies bewusst und anschaubar zu machen, dafür ist der aus dem 19. Jahrhundert ererbte Generationenroman eine immer noch tragfähige Form.