Es gibt die These, mit dem dritten Roman, Album oder Kunstwerk welcher Art auch immer, entscheide sich die Karriere eines Künstlers oder einer Künstlerin. Gelingt es, sich endgültig zu etablieren, oder bleibt der erste Erfolg eine Ausnahme? Die amerikanische Autorin Emma Cline hat sich entschieden, mit ihrem dritten Roman eine Wende einzuleiten, hin zu den Themen ihrer großartigen Kurzgeschichtensammlung „Daddy“ von 2021. Darin ging es in zehn Erzählungen um psychologisch komplexe Abhängigkeitsverhältnisse, meist zwischen Kindern und ihren Vätern. Und zugleich wagt sie mit „In die Schweiz“ etwas ganz Neues.
LiteraturDem Verschwinden zuvorkommen
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Emma Cline, 37, ist mit „In die Schweiz“ für den Booker Prize nominiert.
Ricky SaidIn ihrem Roman „In die Schweiz“ schickt Emma Cline einen demenzkranken Mann auf eine letzte Reise. Während dessen Welt unschärfer wird, verliert auch der Leser auf geniale Weise die Orientierung.
Von Nicolas Freund
