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Elizabeth Taylor: 1932 - 2011:Ewige Schönheit

Sie galt als die "schönste Frau der Welt", war die ewige Kleopatra, auch mal eine stramme Trinkerin und sowieso Traumfrau Richard Burtons. Zum Tod der Oscar-prämierten Filmdiva Elizabeth Taylor.

"Mir wurde alles geschenkt - gutes Aussehen, Ruhm, Reichtum, Ehre, Liebe. Ich musste nur um wenige Dinge wirklich kämpfen."

US-Schauspielerin Liz Taylor gestorben

Starb im Alter von 79 Jahren an Herzversagen: Elizabeth Taylor, hier als "Cleopatra", 1963.

(Foto: dapd)

Diese Worte werden Hollywood-Diva Elizabeth Taylor zugeschrieben, die wenige Wochen nach ihrem 79. Geburtstag in einem Krankenhaus in Los Angeles an Herzversagen starb. Und in der Tat hatte Taylor, die ihre Karriere 1942 als Kinderstar begonnen und danach mehr als 50 Filme gedreht hat, zu Lebzeiten alles, was man sich gemeinhin unter dem Leben eines Stars vorstellt:

Zwei Oscars und einen Ehren-Oscar, eine oft als unsterblich beschriebene Schönheit, ein stürmisches Privatleben mit acht Ehen. Doch auch ihre gesundheitlichen Probleme begleiteten sie ein Leben lang.

Seit 2003 hatte sich Elizabeth Taylor aus dem Filmgeschäft zurückgezogen und konzentrierte sich auf ihre Stiftung zur Erforschung von Aids. Der Öffentlichkeit war sie als "Liz" bekannt, obwohl sie selber sagte: "Menschen, die mich gut kennen, nennen mich Elizabeth. Liz kann ich nicht leiden."

Wer war der Mensch hinter der öffentlichen "Liz"? Zur Erinnerung ein paar Fakten:

Elizabeth Taylor wurde am 27. Febr. 1932 in London geboren. Ihre Eltern waren Amerikaner. Der Vater war Kunsthändler, die Mutter Schauspielerin. Sie bereitete Liz schon früh auf eine Laufbahn beim Film vor. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges zog die Familie in die USA, wo Taylors Vater in Beverly Hills eine Kunsthandlung betrieb.

Ab dem fünften Lebensjahr besuchte Taylor die Ballettschule des berühmten Ballettmeisters Vaccini, der auch die britischen Prinzessinnen Elizabeth und Margaret unterrichtet hatte. Erste Erfolge als Kinderstar feierte sie 1942 in Lassie Come Home, ihre erste Hauptrolle erhielt sie 1945 in National Velvet.

Da sie für diesen Film nicht groß genug war und das geforderte Reiten nicht beherrschte, musste sie, von der Mutter angeordnet, Streckgymnastik wie auch Reitunterricht über sich ergehen lassen. Bei den Drehaufnahmen stürzte Taylor vom Pferd und verletzte sich die Wirbelsäule. Ihre spätere Kränklichkeit wurde vielfach auf diesen Unfall zurückgeführt.

Der Durchbruch

Den Durchbruch zur weltbekannten Schauspielerin schaffte sie 1956 mit Giant. Hier faszinierte die früh Gereifte als letzte große Partnerin von James Dean - ihre Rollen und Filmpartner konnte sie sich von nun an aussuchen.

Es folgten Filme, die längst zu Klassikern geworden sind - Cat On a Hot Tin Roof (1958, Die Katze auf dem heißen Blechdach) und Suddenly, Last Summer (1959, Plötzlich im letzten Sommer) nach Tennessee Williams. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere galt die Schauspielerin mit den sanften Augen als schönste Frau der Welt.

Für Butterfield 8 gab es 1960 den verdienten Oscar. 1963 war nach zehnjähriger Arbeit und vielen krankheitsbedingten Unterbrechungen der Kassenschlager Cleopatra abgeschlossen, der Taylor als erster Schauspielerin eine Eine-Million-Dollar-Gage eingetragen hatte. Ein zweiter Oscar wurde ihr 1967 für die Rolle der Martha in der Albee-Verfilmung Who's Afraid of Virginia Woolf? (1966, Wer hat Angst vor Virginia Woolf) verliehen. Gemeinsam mit ihrem Filmpartner (und zweimaligen Ehemann) Richard Burton verkörperte sie hier überzeugend ein völlig zerrüttetes, sich psychoterrorisierendes Ehepaar.

Liz Taylor zum 80.

Kinderstar, Diva und Cleopatra