Natürlich schlug Elizabeth Gilberts „All The Way To The River“ sofort auf der Bestsellerliste der New York Times ein. Platz zwei zwar nur, aber immerhin vor Charlie Sheens Memoir über dessen Exzesse in Hollywood. Die Zeitung selbst hat das Buch seit dem weltweiten Erscheinungstag Mitte September besprochen und kommentiert, Gilbert plauderte im NYT-Podcast. Es waren große Texte im New Yorker zu lesen, in der Washington Post, auch im britischen Guardian; der veröffentlichte sogar eine exklusive Kurzfassung des autobiografischen Werks. Im deutschsprachigen Raum sucht man nach solcher Resonanz noch Tage nach der Veröffentlichung jedoch vergebens. Es gab ein Interview im Spiegel, das schon. Aber sonst ist es merkwürdig ruhig um diese wuchtigen 462 Seiten.
„All The Way To The River“Wie man sich selbst eher nicht findet
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Mit „Eat, Pray, Love“ wurde Elizabeth Gilbert weltberühmt. Ihr neues autobiografisches Buch über eine komplizierte Beziehung liest sich jedoch wie ein Instagram-Feed: ich-bezogen, selbsttherapeutisch – und vor allem sehr chaotisch.
Von Sara Peschke

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