Zu den Menschen, die es in Österreich zu fragwürdiger Prominenz gebracht haben, gehört die Serienmörderin Elfriede Blauensteiner. Diese hatte mehrere ältere Männer geheiratet und dann mit Diabetes-Medikamenten vergiftet, um an deren Vermögen zu kommen. Die Prozesse, die ihr 1997 und 2001 gemacht wurden, nutzte sie als Bühne. Die so elegante wie eloquente Blauensteiner inszenierte sich da als zu Unrecht verfolgte Ehefrau, einmal hielt sie ein goldenes Kreuz in die Kameras und sagte, sie wasche ihre Hände in Unschuld.
VerbrechenDie Frau, die aus der Kälte kam
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Sie inszenierte sich als unschuldig und hielt dafür auch mal ein goldenes Kreuz in die Luft: die damals 66-jährige Elfriede Blauensteiner.
Picture-alliance / dpaDie Serienmörderin Elfriede Blauensteiner liefert bis heute Stoff für True-Crime-Formate. Florian Klenk gelingt in „Ausreden“ eine eindringliche Spurensuche jenseits von „Wiener Weibsteufel“-Schlagzeilen.
Von Verena Mayer, Wien
