Gaza-Konflikt„Wenn man dem Antizionismus nicht entgegentritt, bleibt kein Jude übrig“

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„Die größte Bedrohung für Israel heute ist nicht nur die wachsende Welle des Antizionismus – sondern dass dieser global zunehmend respektabel und institutionell verankert wird.“ Die israelische Politikerin Einat Wilf im November 2023 im Berliner Büro der SZ.
„Die größte Bedrohung für Israel heute ist nicht nur die wachsende Welle des Antizionismus – sondern dass dieser global zunehmend respektabel und institutionell verankert wird.“ Die israelische Politikerin Einat Wilf im November 2023 im Berliner Büro der SZ. (Foto: Friedrich Bungert)

Die israelische Publizistin Einat Wilf verhandelte einst für linke israelische Politiker über einen Frieden mit den Palästinensern. Sie empfindet sich immer noch als links – hält die Härte Israels inzwischen aber für den einzigen Weg. Ein Gespräch.

Interview von Zelda Biller

Einat Wilf wurde 1970 in Jerusalem geboren, studierte an der Harvard University und wurde an der University of Cambridge in Politikwissenschaft promoviert. Über den Friedensprozess im Nahen Osten hat sie im Laufe ihres Lebens nicht nur viel nachgedacht, sie hat auch an ihm mitgewirkt: etwa bei den Verhandlungen unter Premierminister Ehud Barak 2000 und als außenpolitische Beraterin von Vizepremierminister Schimon Peres 2005. Von 2010 bis 2013 war sie zudem Abgeordnete im israelischen Parlament, erst für die Arbeiterpartei, später für die Unabhängigkeitspartei Baraks.

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