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"Ein Sommernachtstraum" in Wien:Die Menschen wissen nichts von Lust

Theater an der Wien

Der Esel (Tareq Nazmi) ist der Lover von Tytania, schuld daran ist Puck (Maresi Riegner)

(Foto: Werner Kmetitsch)

Man ist halt, wie man ist, und Sexualität ... Gottchen, ja! Es machen doch alle so. Damiano Michieletto inszeniert Brittens "Sommernachtstraum" als Traumakomödie in der österreichischen Hauptstadt Wien.

Von Helmut Mauró

Die Musik in Benjamin Brittens "A Midsummer Night's Dream" ist im Theater an der Wien für alles und nichts verantwortlich. Ganz so wie Puck, der an diesem Abend die schöne Ordnung der menschlichen Dinge so durcheinanderwirbelt, dass einem ganz schwindlig wird. Puck muss dafür auch nicht gerade stehen, der Mensch ist halt, wie er ist, und seine Sexualität . . . es machen ja doch alle so. Gleich zu Beginn jault das kleine Ensemble der Wiener Symphoniker in Streicherglissandi auf, während auf der Bühne der optisch zwar militärisch organisierte, aber stimmlich hinreichend verwirrte, zarte Elfenchor der St. Florentiner Sängerknaben mit dem Absingen von Tonleitern ums märchenhafte Dasein kämpft. Dirigent Antonello Manacorda hat alle Hände voll zu tun, dass das hier nicht komplett aus dem Ruder läuft. Er nimmt die Aufgabe sehr ernst. Allzu viel Schwung und Sinnlichkeit im Orchester sind ihm suspekt.

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