Im fünften Stock der Technischen Universität in München befindet sich das Reich der Architekten. Im "Weißen Saal" zeichnen angehende Baukünstlerinnen und Baukünstler in den unteren Semestern ihre ersten Entwürfe - mit Blick auf Kirchtürme und grandiose Plätze, mit Blick auch auf all die tollen Suhrkamp-im-Billyregal-Altbauwohnungen. Darin wohnt das grüne Milieu, das gute Gewissen, das Lastenfahrrad und der fair gehandelte Mehrwegbecher Öko-Cup. Ein knarzendes Eiche-geölt-Parkett könnte man hier oben über den Dächern von München glatt für die dominierende Wohnformel der behausten Menschheit dort unten halten. Das ist ein Irrtum.
Kritik am EinfamilienhausAus dem Häuschen
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In der Klimakrise haben Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften einen schlechten Ruf - stellen aber den größten Teil der deutschen Wohnbauten. Zwei Professoren sehen das als Chance.
Von Gerhard Matzig
