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Ehrengrab des Dichters Oskar Loerke:Nicht der Ehre wert

Oskar Loerke / Foto

Oskar Loerke

(Foto: picture-alliance / akg-images)

Der Berliner Senat entscheidet von Zeit zu Zeit darüber, welche Toten der Stadt in Ehrengräbern liegen dürfen und welche nicht. Nun will er das Grab des Dichters Oskar Loerke aus dem Kanon nehmen. Das ist empörend, findet Autor Lutz Seiler.

Gastbeitrag von Lutz Seiler

Von Zeit zu Zeit befindet der Berliner Senat über die Ehrengräber der Stadt. Diese Würde wird den Gräbern verdienter Persönlichkeiten frühestens fünf Jahre nach ihrem Tod und für zunächst 20 Jahre zuerkannt. Das zuständige Bezirksamt übernimmt dann die Kosten der Instandhaltung und Grabpflege. Am 6. Juli 2021 hat der Senat nun einige Tote zu dieser Ehre erhoben, etwa den 1996 gestorbenen Musiker Rio Reiser und den Filmkritiker Karsten Witte (1944 - 1995). Verlängert wurden die Ehrengrabstätten unter anderem von Bert Brecht und der Ballonfahrerin Käthe Paulus. Nicht mehr unterhalten will man die Gräber einiger Schriftsteller, darunter das des Dichters und Lektors Oskar Loerke. Die Senatsentscheidung über die Vorlage des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller wird als Nächstes dem Rat der Bürgermeister zur Stellungnahme vorgelegt. An sie wendet sich Lutz Seiler.

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