Nachruf auf Edith MathisDie ungeheure Leichtigkeit

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Edith Mathis, Schweizerin und bedeutende Mozart-Interpretin, hier bei einem Auftritt in der ZDF-Musiksendung „Das Sonntagskonzert“, 1976.
Edith Mathis, Schweizerin und bedeutende Mozart-Interpretin, hier bei einem Auftritt in der ZDF-Musiksendung „Das Sonntagskonzert“, 1976. IMAGO/United Archives / kpa/IMAGO/United Archives

Eine Diva war sie nie, aber eine der großen Opernstimmen des 20. Jahrhunderts zweifellos. Jetzt starb Edith Mathis in Salzburg.

Von Helmut Mauró

Die Opern von Wolfgang Amadé Mozart waren ihre Domäne, aber auch im „Rosenkavalier“ von Richard Strauss brillierte sie. Die lyrische Sopranistin Edith Mathis gehörte zu den Ersten ihres Faches. Um ihre Ausbildung bemüht sie sich bereits als Teenager, als Studentin steht sie auf den Bühnen von Luzern, Zürich und von 1959 an in Köln. Wolfgang Sawallisch ist dort Musikdirektor, Regisseur Oscar Fritz Schuh der Intendant. In Köln singt Mathis die ganze Bandbreite ihres Stimmfachs. Köln sei ihre Opernschule gewesen, sagt sie später. Gemeinsam mit Hermann Prey, Elisabeth Grümmer und Fritz Wunderlich entstehen wegweisende Produktionen. Ihre erste Paraderolle ist für längere Zeit der Cherubino in Mozarts „Le nozze di Figaro“; noch Jahrzehnte später wird sie in aller Welt von Fans auf diese Rolle angesprochen.

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