Der „Dürer-Attentäter“ bekam diese Bezeichnung im April 1988 in München verpasst, nachdem er in der Alten Pinakothek zugeschlagen hatte. Der psychisch auffällige Mann, der eigentlich Hans-Joachim Bohlmann hieß, galt zu dem Zeitpunkt schon lange als wandelnde Gefahr für Altmeister-Gemälde in ganz Europa. Aber in München waren es damals gleich drei Dürer-Werke auf einmal, die er mit Säure beschädigte. Eins davon war die „Maria als Schmerzensmutter“. Und dieses Bild hatte davor schon eine bemerkenswerte Leidensgeschichte, für die es jetzt eine Art Wiedergutmachung gibt – allerdings in der Gemäldegalerie Dresden.
KunstLinderung für Dürers Schmerzen
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Sławomir Elsner, 1976 in Polen geboren, hat Dürers Dresdner Altar mit den „Sieben Schmerzen der Maria“ mit dem Zeichenstift um die heute in München befindliche Mitteltafel mit der Schmerzensmutter ergänzt.
Oliver Killig/Oliver KilligEin Altar des Renaissancemalers wurde durch die Reformation zerrissen, ein Teil landete in München, einer in Dresden. Jetzt hat Slawomir Elsner alles mit dem Zeichenstift wieder zusammengefügt.
Von Peter Richter
