Putins Dresden:Der Rotarmist und die kalten Augen

Lesezeit: 6 min

Putins Dresden: Sowjetische Soldaten in Dresden im Jahr 1986.

Sowjetische Soldaten in Dresden im Jahr 1986.

(Foto: Ulrich Hässler/imago)

Erinnerungen an das Dresden meiner Kindheit: Dort könnte ein Agent namens Putin meinen Weg gekreuzt haben. Damals schon als dunkle Gestalt in der Dämmerung.

Gastbeitrag von Renatus Deckert

Vor einiger Zeit saß ich einem Enkel des Psychiaters Paul Näcke gegenüber. Er erzählte mir von seinem Großvater, der 1851 in Sankt Petersburg geboren und in Dresden aufgewachsen war, und zeigte mir die Kopie einer Kopie eines Manuskripts von Sigmund Freud, in dem dieser Näcke als denjenigen bezeichnet, der den Begriff Narzissmus in die Wissenschaft eingeführt hat. War es wegen Sankt Petersburg oder wegen Dresden, dass mir gleich eine Formulierung von Joseph Brodsky in den Sinn kam? In einem Essay über seine von der Newa durchflossene Geburtsstadt (damals hieß sie Leningrad) spricht er von einer "Wasserspiegelung, die unausweichlich zum Narzissmus führt".

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