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Dragon Ball:Star-Manga-Zeichner Toriyama gestorben

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Der Comic „Dragon Ball“ gehört zu den einflussreichsten Manga-Serien. Sein Schöpfer Toriyama ist nun gestorben. Der deutsche Verlag trauert um einen der „großartigsten Schöpfer der Comic-Geschichte“.

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Tokio/Hamburg (dpa) - Der japanische Comic-Künstler und Schöpfer der erfolgreichen Manga-Serie „Dragon Ball“, Akira Toriyama, ist tot. Der Zeichner starb am 1. März, wie sein Studio und das Manga-Magazin „Weekly Shonen Jump“ mitteilten. Toriyama sei an den Folgen eines akuten subduralen Hämatoms gestorben. Dabei handelt es sich um eine Blutung zwischen harter Hirnhaut und Gehirn.

Der Carlsen Verlag, der Toriyamas Werke in Deutschland herausbrachte, reagierte bestürzt. „Wir trauern um einen der populärsten und großartigsten Schöpfer der Comic-Geschichte“, erklärte der zuständige Programmleiter Kai-Steffen Schwarz. Er sei einer der populärsten und einflussreichsten Mangaka weltweit gewesen.

Erfolgreichste Mangaserie in Deutschland

„In Deutschland löste die Veröffentlichung seiner Serie „Dragon Ball“ 1997 den bis heute anhaltenden Mangaboom aus“, sagte Schwarz. Weltweit hat die Serie laut Carlsen Verlag über 300 Millionen Exemplare verkauft, davon allein im deutschsprachigen Raum über 8 Millionen Exemplare und ist somit nach wie vor die erfolgreichste Mangaserie hierzulande. 2004 sei Toriyama auf Einladung des Carlsen Verlags auch erster japanischer Manga-Stargast der Leipziger Buchmesse gewesen.

Toriyama, der in der Präfektur Aichi auf Japans größter Insel Honshu geboren wurde, war 68 Jahre alt. Einige seiner Arbeiten hätten sich noch mitten im Herstellungsprozess befunden, hieß es in der Mitteilung von Bird Studio. „Und er hätte noch viel mehr Dinge erreicht.“

„Dragon Ball“ gehört zu den meistverkauften Manga-Serien. Sie wurde ursprünglich zwischen 1984 und 1995 in „Weekly Shonen Jump“ veröffentlicht und erreichte weltweit Popularität. Sie bildet unter anderem auch die Grundlage für drei Animeserien.

Bekannte Manga-Serien Toriyamas sind außerdem „Dr. Slump“ und „Sandland“. Bei seiner Arbeit hatte sich der Zeichner von Action-Filmen inspirieren lassen. In Hoch-Zeiten habe er auch schon mal 23 Stunden am Tag gearbeitet, sagte er 2004 beim Besuch der Leipziger Buchmesse. Er zeichne nach Laune und sei eigentlich ein „sehr, sehr fauler Mensch“, sagte er. Am liebsten zeichne er allein und für Kinder.

© dpa-infocom, dpa:240308-99-264531/5

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