FotografieDie Wahrheit war nicht erwünscht

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Die Fotografen nahmen am Alltag der Gastarbeiterfamilien teil und wurden dabei selbst fast unsichtbar.
Die Fotografen nahmen am Alltag der Gastarbeiterfamilien teil und wurden dabei selbst fast unsichtbar. Hoesch-Museum

Der Leiterin des Hoesch-Museums Dortmund gelingt ein Coup: In der Ausstellung „Wie’s innen aussieht, geht niemand was an …“ präsentiert sie 50 Jahre alte Fotos griechischer Gastarbeiter in der Stadt. Sie zeigen eine Realität, die damals nicht sein durfte.

Von Max Florian Kühlem

Eine Ausstellung dokumentiert meist nur einen Bruchteil einer langen künstlerischen oder gesellschaftlichen Auseinandersetzungen. Das gilt auch für die Schau „Griechen in Dortmund“ der Fotografen Jürgen Spiler und Thomas Strenge. Drei Monate lang hatten sie im Jahr 1976 am Leben der lokalen griechischen Community teilgenommen, um dort als Beobachter unsichtbar zu werden, um einen wirklich authentischen Innenblick zu erhaschen. Sie machten sich so viel Arbeit, dass sie den Abgabetermin nur mit Ach und Krach einhalten konnten – um dann miterleben zu müssen, wie die Stadt ihren Beitrag aus dem offiziellen Programm der Auslandskulturtage entfernte.

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