Doris Dörrie im Interview Die Geister, die sie rief

Doris Dörrie, 63, lebt als Regisseurin, Drehbuchautorin, Schriftstellerin und Hochschulprofessorin für Creative Writing in München. Sie hat viele Preise gewonnen, etwa den Bayerischen Filmpreis für "Kirschblüten - Hanami".

(Foto: Mathias Bothor)

Doris Dörrie hat ein Faible für Japan und Gespenster. In ihrem neuen Film "Kirschblüten & Dämonen" holt sie die Toten zurück, um Identitätskrisen der Hinterbliebenen zu lösen. Die Kernfrage stellt sich die Regisseurin selbst: Wie frei sind wir wirklich?

Interview von Bernhard Blöchl

Bei der Premiere vor einer Woche in München bezeichnete Doris Dörrie ihren Film als "wildes Ding" und "Horror-Action-Romcom". Man kann "Kirschblüten & Dämonen", der an diesem Donnerstag in den Kinos startet, auch als mutigen, fordernden Arthouse-Epilog zum tragikomischen ersten Teil betrachten. Mehr als zehn Jahre sind seit dem Erfolg von "Kirschblüten - Hanami" vergangen.

SZ: Frau Dörrie, spukte eine Fortsetzung bereits bei Teil eins durch Ihren Kopf?

Doris Dörrie: Niemals! Ich hätte geschworen, gefühlte neun Jahre lang, dass ich ...