Armer Donald Trump. Er hat Papst Leo XIV., seinen amerikanischen Landsmann, wüst und wirr beschimpft. Schrecklich in der Außenpolitik sei er, nur wegen ihm, Trump, sei er Papst geworden, sein Bruder Louis sei viel besser, weil der Maga-Anhänger sei – ach, es lohnt nicht, das inzwischen millionenfach verbreitete Durcheinander noch einmal einzuspielen. Weiß der amerikanische Präsident, in welche Fußstapfen, in welchen Vergleichsraum er mit seiner Diatribe tritt? Zwischen den Päpsten und den weltlichen Herrschern Europas flammten Jahrhundert um Jahrhundert größte Konflikte auf, mit schneidenden Botschaften, rhetorisch überhöht, prinzipienhaft formuliert.
DebatteIm siebten Kreis der Hölle
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Trump ist nicht der erste irdische Herrscher, der mit einem Papst aneinandergerät. Offenbaren seine Aggressionen gegen Leo XIV. seine Hilflosigkeit gegenüber der moralischen Institution Kirche?
Von Gustav Seibt
