US-Schriftsteller Don Winslow:"Die Amerikaner sind mit einem kurzen Gedächtnis gesegnet und verflucht"

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"Wir auf der linken Seite ... bringen ständig Löffel zu einer Messerstecherei mit. Aber ich bin nicht so ein Typ": Don Winslow. (Foto: Eduardo Munoz Alvarez)

Ein Gespräch mit dem Bestsellerautor Don Winslow über griechische Epen als Vorbild für seine Gangster-Trilogie und darüber, warum er die US-Wahlen wichtiger findet, als weiter zu schreiben.

Interview von Andrian Kreye

Don Winslow gehört zu den erfolgreichsten Krimiautoren der Gegenwart. Vom Surf Noir - seiner Variante des Roman noir - in "The Dawn Patrol" über Hardboiled-Bücher wie "The Force" bis zur aufwendig recherchierten dreibändigen "Kartell-Saga" über den Drogenkrieg beherrscht er sämtliche Stilformen des Genres. Nun hat er mit "City in Ruins" die "Stadt in Flammen"-Trilogie abgeschlossen, an der er seit den Neunzigerjahren gearbeitet hat. Das Buch soll gleichzeitig sein Abschied sein. Winslow will keine Bücher mehr schreiben. In Zukunft widmet er sich dem Kampf gegen die amerikanische Rechte, vor allem gegen Donald Trump. Dafür produziert er mit seinem Geschäftspartner, dem Drehbuchschreiber Shane Salerno, aggressive Netzvideos. Er meldet sich zum Gespräch aus Mestre in Italien von seiner aktuellen Europa-Tournee.

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