FilmIn seinem eisenharten Griff

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Die Gewalt in der Beziehung wird im Film von zwei Tänzern in Szene gesetzt.
Die Gewalt in der Beziehung wird im Film von zwei Tänzern in Szene gesetzt. Rotzfrech Cinema/hug films

Schläge, Tritte bis hin zu versuchtem Mord:  Der Dokumentarfilm „Fassaden“ erzählt von häuslicher Gewalt mithilfe von Tänzern und der Stimme von Sandra Hüller. Hilft die Abstraktion, bei diesem drängenden Thema genauer hinzuschauen?

Von Dorion Weickmann

Ein Mann und eine Frau teilen das Bett. Aus der Vogelperspektive schaut die Kamera auf ihre aneinandergeschmiegten Körper. Doch schon in der nächsten Einstellung zerreißt das Idyll, wird die Frau fast aus dem Bild geschleudert. Von der Tonspur kommt die Stimme der Schauspielerin Sandra Hüller: „Er war Fußballer, wie mein Bruder. Er hat sich hartnäckig um mich bemüht.“ Und das, erzählt Hüller weiter, mit Erfolg. Kaum aber wohnt das Paar unter einem Dach, erlebt die Frau die Hölle auf Erden: tägliche Misshandlung. Gegenüber Freunden und Nachbarn bleibt der Angreifer „nett, liebenswert, charmant“, deswegen kann (oder will) sich niemand im Umfeld vorstellen, was hinter der verschlossenen Haustür geschieht: Schläge, Tritte, Vergewaltigung und Handgreiflichkeit bis hin zu versuchtem Mord.

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