Documenta 15:Das Ende ist nah

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Documenta 15: Sprengsatz mit Zeitzünder: Das Werk "People's Justice" hatte die Gruppe Taring Padi vor 20 Jahren geschaffen - die antisemitischen Darstellungen auf ihm wurden nun erst entdeckt und dann verhüllt.

Sprengsatz mit Zeitzünder: Das Werk "People's Justice" hatte die Gruppe Taring Padi vor 20 Jahren geschaffen - die antisemitischen Darstellungen auf ihm wurden nun erst entdeckt und dann verhüllt.

(Foto: Swen Pförtner/picture alliance/dpa)

Die "documenta fifteen" schließt. Und jetzt? Bilanz eines Weltkunstdebakels.

Von Peter Richter

Nach diesem Wochenende ist die Documenta Nummer 15 vorbei. Es dürften nicht wenige sein, die bei dieser Feststellung das Wort "endlich" mitdenken. Vermutlich ist es inzwischen das Einzige, auf das sich Kritiker und Macher dieser Ausgabe noch einigen könnten. Nur zu Ende ist die Sache damit keineswegs. Jetzt müssen Bilanzen gezogen werden und für die Zukunft vielleicht auch ein paar Schlussfolgerungen, sofern diese Ausstellungsreihe überhaupt noch eine Zukunft haben soll. Die Besucherzahlen, hieß es zuletzt, könnten trotz Corona und trotz aller Skandale nur 15 bis 20 Prozent unter denen der letzten Documenta gelegen haben, die allerdings trotz ihres Rekordergebnisses auch ein Rekorddefizit von 7,6 Millionen Euro eingefahren hatte.

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