Dita Von Teese: Eurovision Song Contest Eine ganz steile Teese

Die No Angels landeten beim Grand Prix auf dem letzten Platz: Damit das nicht wieder passiert, wird sich in diesem Jahr die Tänzerin Dita Von Teese beim deutschen Auftritt entblättern.

Von Hans Hauert

Wo die No Angels nicht halfen, muss jetzt ein echter Engel ran: Nach der Schlappe der Girlband No Angels beim letztjährigen Eurovision Song Contest in Belgrad soll nun die amerikanische Burlesque-Tänzerin Dita Von Teese den Grand-Prix-Auftritt der deutschen Teilnehmer Alex Christensen und Oscar Loya am 16. Mai in Moskau verstärken, um der Nation großer Komponisten wie Ralph Siegel und Dieter Bohlen eine weitere Platzierungsschmach beim europäischen Sängerwettstreit zu ersparen.

Auch Champagner steht ihr gut: das popkulturelle Allheilmittel Dita Von Teese.

(Foto: Foto: dpa)

Bild berichtet, dass die 36-jährige Dita Von Teese auf der Bühne in die Rolle der im Titel besungenen "Miss Kiss Kiss Bang" schlüpfen und ihrer beruflichen Leidenschaft, sich auszuziehen, frönen werde. "Ich hoffe sehr", so Von Teeses These, "dass die Zusammenarbeit den beiden zum Sieg verhelfen wird."

Zumindest dürfte die Striptease-Kollaboration die Chancen von Christensen und Loya verbessern. Denn beim traditionell der Camp- und Spaßkultur verpflichteten Grand Prix Eurovison de la Chanson spielt die opulente Inszenierung eine ebenso große Rolle wie Sangesvortrag und Komposition.

Dem tragen die deutschen Teilnehmer mit dem Dita-Engagement nun Rechnung. Schließlich hat die zierliche Exzentrikerin als popkulturelles Allheilmittel schon dem Wiener Opernball oder der Casting-Show "Germany's Next Topmodel" zu mehr Glamour verholfen. Thomas Schreiber, bei der deutschen Grand-Prix-Partneranstalt ARD für Unterhaltung verantwortlich, sagte, man habe sich eine international bekannte Künstlerin als "Miss Kiss Kiss Bang" gewünscht. Dita Von Teese sei die Idealbesetzung: "Sie ist sexy, sie zieht die Blicke auf sich, und sie ist die weltweit prominenteste Vertreterin des Burlesque-Tanzes."

Andere, die den Schlager-Zug der Zeit irgendwo im Nirgendwo verpasst haben, mögen darüber grollen und flehen, dass man beim Scheitern der modernen Konzepte um ihre Hilfe ersuchte. Ralph Siegel, der Jupp Heynckes des Grand Prix, lässt sich in Bild mit den Worten zitieren: "Der Weg von ,Ein bisschen Frieden' bis zu ein bisschen Striptease war ein langer Weg nach unten. Toi, toi, toi."

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Dita Von Teese: Fetisch und Burlesque