Es beginnt mit einer privaten Begegnung. Der Erzähler hat eine Freundin zu Besuch. Man sitzt in einer wetterwendischen Nacht gemütlich an einem Fenster und stellt fest, die heutige Welt sei nicht mehr zu verstehen. Von 2001 an, mit dem Einsturz der New Yorker Türme, sei alles dramatisch schlechter geworden. Krieg folgte auf Krieg, feste Machtblöcke, autoritäre Regime. Dagegen sei die eigene Jugendzeit – nicht eigentlich die Siebziger, wie der Titel des Buchs suggeriert, sondern die Zeit ab Mitte der Achtzigerjahre – von großer Freiheit und Leichtigkeit gewesen. Mächte und Ideologien lösten sich auf, plurale Verhältnisse hielten Einzug in Politik, Philosophie und Kultur, ohne ideologischen Eifer, das „Ende der Geschichte“ eben.
LiteraturZisch ab, Gegenwart
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Dirk von Petersdorff liest in seinem neuen Essay „Wir Kinder der Leichtigkeit“ die deutsche Geschichte seit den Siebzigern als postmodernes Neo-Biedermeier. Fehlt da nicht was?
Von Hubert Winkels
