LiteraturSocken, Sex und Sehnsucht

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Wir werden niemals ganz erlöst“, schreibt Dirk Gieselmann, „immer nur für eine Stunde, eine Nacht. Dann kommt ein neuer Morgen.“
Wir werden niemals ganz erlöst“, schreibt Dirk Gieselmann, „immer nur für eine Stunde, eine Nacht. Dann kommt ein neuer Morgen.“
Tobias Kruse

In seinem Roman „Zeit ihres Lebens“ erzählt Dirk Gieselmann von der unmöglichen, aber darin stinknormalen Liebe. Das ist betrüblich – aber gleichzeitig sehr tröstlich.

Von Tobias Haberl

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Wenn man um jeden Preis etwas kritisieren möchte an diesem Roman, weil sich immer irgendein Makel finden lässt, solange man verbissen genug danach sucht, dann wäre es der Titel: „Zeit ihres Lebens“ – das klingt auf bedeutungsschwere Art trivial, prägt sich schlecht ein, ist wenig griffig. Oder spricht hier bereits ein vom Marketingdenken kontaminierter Kritiker, und der konturlose, leicht verwaschene Titel ist nicht nur präzise gewählt, sondern geradezu perfekt für eine Liebesgeschichte, die jahrelang währt, ohne je richtig anzufangen?

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