Wer ein schwebendes Herz auf Erden halten kann, hat wohl die Liebe verstanden. Wer aber ein Gedicht an eine Person adressiert, die Regenbögen und Steine in kleine Taschen steckt, um einem haltlosen Ich Schwerkraft und Fluchtpunkt zurückzugeben, riskiert was: „Du sammelst Steine und Regenbögen in deinen kleinen Taschen und / überreichst sie mir. / Du weißt! / Es ist der einzige Weg, mein schwebendes Herz zu verankern.“ Auf dem Grat zwischen Intimität und Öffentlichkeit erhebt sich der Kitsch-Verdacht.
LiteraturZum Weinen schön
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Berührend an diesen Gedichten ist, dass sie in aller Verletzbarkeit zugewandt bleiben: Dima Albitar Kalaji.
Omar AbogabalGedichte, die an Günter Eich und Erich Fried erinnern: Dima Albitar Kalaji unterstützt seit Jahren exilierte Autoren in Deutschland. Jetzt ist ihr erstes eigenes Buch erschienen.
Von Insa Wilke
