Dramaturgen können sich schon mal irren. Als Werner Schwab sein Erstlingswerk „Die Präsidentinnen“ 1988 am Wiener Burgtheater einreichte, landete das Stück auf dem „Abgelehnt“-Stapel. Im Aktenvermerk hieß es: „Primitive Dialoge um individuelle und Familienprobleme im kleinstbürgerlichen Milieu, durchbrochen von bemerkenswerter obszöner Fantasie. Durch mangelndes Sprachvermögen des Autors vieles unfreiwillig komisch. Eine surrealistische Farce, die im Chaos endet.“ Finales Urteil: „Nicht aufführbar.“
TheaterSchreckschraubenzieher
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Claudia Bauer inszeniert Werner Schwabs „Die Präsidentinnen“ am Münchner Residenztheater. Ist das legendäre Fäkaliendrama gut gealtert – oder ein Griff ins Klo?
Von Christine Dössel
