Bayerische Staatsoper:Raunacht in der Oper

Bayerische Staatsoper: Mittendrin - so hat es der Despot Eisenstein am liebsten. Leider meint es an diesem Abend niemand gut mit ihm.

Mittendrin - so hat es der Despot Eisenstein am liebsten. Leider meint es an diesem Abend niemand gut mit ihm.

(Foto: Wilfried Hoesl/Bayrische Staatsoper)

In der "staden Zeit" inszeniert Barrie Kosky im Münchner Nationaltheater "Die Fledermaus" von Johann Strauss als bunte Revue mit ein paar Höhepunkten.

Von Reinhard J. Brembeck

Dass die Weihnachtszeit eine "stade" Zeit sein soll, ist eine nicht von allen Kulturen und Menschen geteilte Ansicht, für manche ist sie die Partyzeit schlechthin. In den Raunächten nach Heiligabend treiben in Teilen Bayerns die Perchten ihr Unwesen, manche gar in obszön hässlicher Gestalt mit Wuschelmasken auf dem Kopf. William Shakespeare hat die zwölfte und letzte Raunacht zum Dreikönigstag in seiner Komödie "Twelth Night" verewigt, die unter dem Titel "Was ihr wollt" Weltkarriere gemacht hat. Und an Opernhäusern ist es in dieser Zeit nach wie vor Brauch, die aus Champagnerlaune, Sexismus, Rache und Theaterschnickschnack gedrechselte "Fledermaus" von Johann Strauss zu geben. Immerhin, die Bayerische Staatsoper in München hat diesen Operettenklassiker am Vorweihnachtsabend in einer Neuinszenierung angesetzt.

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