Das Gegenteil von Gut: Das auf die Spitze getriebene Klischee eines eiskalten Brokers verkörperte zur Jahrtausendwende der New Yorker Patrick Bateman in dem Film American Psycho, furchterregend eindrucksvoll dargestellt von Christian Bale. Er hüllt sich in maßgeschneiderte Stöffchen der edelsten Designer und garniert sein Leben mit Statussymbolen und schönen Frauen. Doch hinter der aalglatten Yuppie-Oberfläche lauern die schrecklichsten Abgründe: Seine Freizeit verbringt Bateman mit wahllosen, unhinterfragten Morden brutalster Manier und Folterungen der perversesten Art. Bret Easton Ellis hatte die Figur bereits 1991 in seinem Skandalroman American Psycho erschaffen - und war damit in Deutschland für Jahre auf dem Index jugendgefährdender Schriften gelandet. Aalglatten Machtmenschen, so die Message, sollte man besser nicht trauen.

Bild: AP 20. Oktober 2010, 14:392010-10-20 14:39:15 © sueddeutsche.de/rus