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Die CDs der Woche - Popkolumne:Traurigschöne Welt

Das Album "Wonderful, Glorious" von den Eels

Das Album "Wonderful, Glorious" von den Eels.

(Foto: E Works/Cooperative Music)

Aus dem Kerl soll einer schlau werden: Mark Oliver Everett von den Eels vertont mal wieder sehr gemischte Gefühle. Wer es etwas eindeutiger mag, bekommt von Oberkauz Bonnie "Prince" Billy einen Soundtrack, zu dem Trucker heiraten können. Das und mehr - zum Lesen und Hören in unserer Popkolumne.

Eels

"Good thing that I've always been so accident prone" - Gut, dass er so unfallgefährdet sei, singt Eels-Kopf Mark Oliver Everett zu zarter Gitarrenbegleitung, guter Gag, aber makaber: Seit das erste Mal über ihn und seinen feinen Indie-Pop geschrieben wurde, in den Neunzigerjahren, geht's immer auch um die tragischen Geschichten seiner Familie (Selbstmorde, Krankheiten, Depressionen).

Beim neuen Album "Wonderful, Glorious" (E Works/Cooperative Music) hat sich Everett ausnahmsweise von seinen Mitmusikern helfen lassen, jeder durfte Ideen beisteuern, alles erlaubt: Indie-Gitarren, Plastikfunk, Elektrospielereien, naives Gerocke. Früher hat Everett packendere Ohrwürmer hingekriegt, aber egal, wer seine traurigschöne Welt mag, wird sich hier wohlfühlen. Hübsch übrigens: Sonst singt er heiter über Trauriges, aber in "You're My Friend" erklärt er "You're my friend, from the day we met 'til the bitter end" - und singt das, als wär's echt unerfreulich. Aus dem Kerl soll einer schlau werden.

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