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Die CDs der Woche - Popkolumne:Nichts für unglücklich Verliebte

Das erste Stück des Albums "Fields" von Junip sollten unglücklich Verliebte nicht hören.

(Foto: City Slang/Universal)

In "Ghost and Ghost" von Iron and Wine schauen Wham! kurz rein, der Rest ist nur klebriger Folk-Soul. José Gonzalez von Junip klingt wie der einsamste Mensch der Welt und Bombinos Schlagzeug rumpelt und böllert - zum Lesen und Hören in unserer Popkolumne.

Junip

Bonjour Tristesse: Das erste Stück "Line Of Fire" sollten Menschen, die gerade unglücklich verliebt sind, lieber nicht hören. Der Sänger José Gonzalez klingt wie der einsamste Mensch der Welt, seine Gitarre zirpt traurig dahin, er singt "What would you do / if it all came back to you", dazu müde Orgel, raschliges Schlagzeug und herzerweichende Streicher. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das in einem Filmabspann auftaucht.

Den Schweden Gonzalez kann man auch als Singer/Songwriter kennen, seit ein paar Jahren ist er außerdem Teil der Band Junip, deren zweites Album heißt jetzt einfach "Junip" (City Slang): eine Fahrt im rostigen Cabrio durch ein sepiafarbenes Land, in dem sich Flamenco und 70er-Psychedelik treffen. Das prägende Element ist Gonzalez' klassische Gitarre. In manchen Momenten fließt das alles etwas unfokussiert dahin, in den inspirierten aber entsteht eine Stimmung, die man aus letzten Urlaubstagen kennt: heimelig, sonnig, entspannt - und das traurige Ende immer in Sicht.

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