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Die CDs der Woche - Popkolumne:Suzanne Vega

So ziemlich das Gegenteil von Xiu Xiu ist Suzanne Vega, die 2014 ihr 30. Jahr im Musikgeschäft feiern darf. Für die neuen Songs auf "Tales From the Realm of the Queen of Pentacles" (Cooking Vinyl) hat sich die New Yorker Songwriterin sieben Jahre Zeit gelassen, was man ihren Liedern auch anhört.

Das Album "Tales from the Realm of the Queen of Pentacles" von Suzanne Vega erinnert an die ganz Großen.

Sie sind ohne Zweifel sehr sorgfältig komponiert worden, klingen harmonisch und selbstbewusst. Ihr ätherisches Folk-Zupfen der Neunzigerjahre hat sich zu einem angenehm lässigen Songwriter-Pop entwickelt, absolut eingängig, aber nie beliebig. Vega fühlt sich sehr wohl in dieser Produktion, das hört man deutlich, sie flüstert, jubelt, erzählt abgeklärt Träumerisches, aber drückt zwischendurch auch mal auf die Tube.

Ihr Sound erinnert heute an die ganz Großen: an die Go-Betweens, an Prefab Sprout und alle, die beim Singen noch eine Gitarre halten können und dann weder verbittert noch selbstverliebt wirken können. Das sind gar nicht so viele, schon gar nicht nach 30 Jahren in der Branche. Ein wunderbares Album für Vormittage, an denen der Hochnebel über der Stadt liegt.

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