Die Bilder der Annie LeibovitzIn die Seele geblitzt

Die Berühmten, die Großen und die Wichtigen: Annie Leibovitz hatte sie alle vor der Kamera. Von ihrer eigenen Karriere erzählt sie nun in einem Buch. Die Bilder.

Wie ist das, die größte lebende Portraitfotografin zu sein? Wie fühlt sich das an? Wie arbeitet man? Und wann weiß man überhaupt, dass man im Olymp ist? Spätestens dann sicherlich, wenn man als Amerikanerin den Auftrag erhält, die Queen zu fotografieren. Letztes Jahr war es soweit. Annie Leibovitz trug ihr Equipment in den Buckingham Palast, schon einen Tag vor den exakt 25 Minuten, die ihr mit Elizabeth II. zugestanden wurden, und sie schaffte es, trotz der Kürze der Zeit und einer Verspätung der Queen vier wohl komponierte Aufnahmen zu liefern, glamourös und gleichzeitig gefühlvoll. Ein wenig verträumt und sehr freundlich wirkt die sonst so unnahbare Herrscherin, eine Aufnahme erinnert mit ihrem dramatischen Wolkenhintergrund an ein Gemälde von William Turner.

Elizabeth II, Buckingham Palace, London, 2007. Foto: Aus dem besprochenen Band.

9. Januar 2009, 16:472009-01-09 16:47:00 ©