Die Bilder der Annie Leibovitz:In die Seele geblitzt

Die Berühmten, die Großen und die Wichtigen: Annie Leibovitz hatte sie alle vor der Kamera. Von ihrer eigenen Karriere erzählt sie nun in einem Buch. Die Bilder.

Nadine Barth

6 Bilder

Queen Elizabeth Leibovitz

Quelle: SZ

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Wie ist das, die größte lebende Portraitfotografin zu sein? Wie fühlt sich das an? Wie arbeitet man? Und wann weiß man überhaupt, dass man im Olymp ist? Spätestens dann sicherlich, wenn man als Amerikanerin den Auftrag erhält, die Queen zu fotografieren. Letztes Jahr war es soweit. Annie Leibovitz trug ihr Equipment in den Buckingham Palast, schon einen Tag vor den exakt 25 Minuten, die ihr mit Elizabeth II. zugestanden wurden, und sie schaffte es, trotz der Kürze der Zeit und einer Verspätung der Queen vier wohl komponierte Aufnahmen zu liefern, glamourös und gleichzeitig gefühlvoll. Ein wenig verträumt und sehr freundlich wirkt die sonst so unnahbare Herrscherin, eine Aufnahme erinnert mit ihrem dramatischen Wolkenhintergrund an ein Gemälde von William Turner.

Elizabeth II, Buckingham Palace, London, 2007. Foto: Aus dem besprochenen Band.

Arnold Schwarzenegger Leibovitz

Quelle: SZ

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"Ich muss ja nicht unbedingt auf diesen Cupcake verzichten", sagte die amerikanische Komikerin Tina Fey im Interview zu einem Reporter der amerikanischen Vanity Fair, zwei Tage, bevor Leibovitz sie für die aktuelle Titelgeschichte ablichten sollte; "Annie wird ja schließlich meine Seele fotografieren, nicht wahr?"

Arnold Schwarzenegger, 1997 Foto: Aus dem besprochenen Band.

Nicole Kidman Leibovitz

Quelle: SZ

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Und auch wenn das sarkastisch gemeint war, stimmt es irgendwie doch. Annie Leibovitz ist dafür bekannt, dass sie in ihren Bildern aus Menschen etwas herausholt, was man sonst selten sieht. Die Essenz ihrer Persönlichkeit. Oder bei Schauspielerin die Überhöhung der derzeitigen Rolle. Oder beides.

Nicole Kidman, Charleston, East Sussex, England, 1997. Foto: Aus dem besprochenen Band.

Dove Kampagne Leibovitz

Quelle: SZ

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Arnold Schwarzenegger, wie er 1988 in weißer Hose grinsend auf einem Schimmel posiert. Demi Moore, die stolz ihren hochschwangeren Bauch präsentiert - 1991 löste das Coverfoto der Vanity Fair einen Skandal aus. Unvergessen auch das Foto von John Lennon in Embryoposition, der sich an eine angezogene Yoko kuschelt - am Tag seiner Ermordung, nur Stunden zuvor.

Model, Dove-Kampagne, 2007. Foto: ddp

Hillary Clinton Leibovitz

Quelle: SZ

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Wie der Weg zu den Ikonen der Fotografiegeschichte verlief, erzählt die 1949 geborene Fotografin in dem Buch "Annie Leibovitz at work" (Schirmer Mosel). Von den Serien, die auf der Kunstakademie in San Francisco entstanden, der Freiheit, die sie als Jungfotografin beim Rolling Stone hatte, von Tom Wolfe, Hunter S. Thompson und Andy Warhol und der legendären Tournee mit den Stones 1975, von den ersten Konzeptfotos mit Keith Haring oder den Blues Brothers, von Präsenz und Charisma (Nicole Kidman, Johnny Depp) und dem Spannungsverhältnis zwischen Inszenierung und Zufall.

Hillary Clinton, Weißes Haus, Washington, 1998. Foto: ap

Annie Leibovitz At work

Quelle: SZ

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Und dem Wunsch, etwas Unvorhergesehenes zu erreichen, etwas, das man normalerweise nicht zu sehen bekäme. Auch das Buch schafft diese Tiefeneinsicht: in eine ungewöhnliche, faszinierende Künstlerpersönlichkeit.

Buchcover: Annie Leibovitz AT WORK, Mit Texten der Photographin 240 Seiten, 120 Duotone- und Illustrationen, Schirmer/Mosel Verlag 2009. Foto: Schirmer/Mosel Verlag

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