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Dichterreisen:Geschwärzter Goldgrund

Eine große Ausstellung des Marbacher Literaturarchivs folgt den Spuren der beiden Russlandreisen des Dichters Rainer Maria Rilke in den Jahren 1899 und 1900.

Von Volker Breidecker

So nüchtern wie Joseph Roth hat kein zweiter Autor, weder vor noch nach dem Revolutionsjahr 1917, die Reise nach Russland angetreten: "Für einen 'Hereinfall', wie ihn die meisten literarischen Russlandfahrer der letzten Jahre erlebt haben", bringe er "gar keine Voraussetzungen mit", schrieb er an die Redaktion der Frankfurter Zeitung, auch sei er gefeit vor dem, "was man als 'russische Mystik', 'Seelengröße' und dergleichen bezeichnet". Kurz, er wisse nur zu gut, "was westeuropäische Menschen immer wieder vergessen, dass die Russen nicht von Dostojewski sind". Er hingegen sei "(vielleicht: leider) vollkommen unfähig, irgendeinem Enthusiasmus mehr Raum in mir zu gewähren als meiner Skepsis."

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