Millionen-Defizit am Deutschen Theater Berlin:Abfindung für Klaus Steppat nach fristloser Kündigung

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Im Defizit: Das Deutsche Theater Berlin hat im Haushaltsjahr 2023 ein Minus von mehr als drei Millionen Euro erwirtschaftet. (Foto: Stephan Dost/IMAGO/Zoonar)

Das Deutsche Theater Berlin und sein entlassener Geschäftsführer einigen sich vor Gericht - auf einen teuren Vergleich.

Von Peter Laudenbach

Die fristlose Kündigung des langjährigen Geschäftsführenden Direktors des Deutschen Theaters Berlin, Klaus Steppat, war im vergangenen Jahr ein kleiner Schock für die Theaterwelt. Steppat genießt einen hervorragenden Ruf als Bühnen-Vollprofi. Die harte Disziplinarmaßnahme der sofortigen Entlassung begründet sein Arbeitgeber, das Land Berlin, mit dem Vorwurf schwerwiegenden Fehlverhaltens: Steppat soll in der Finanzplanung angeblich seine Pflichten verletzt und der Berliner Kulturverwaltung falsche Zahlen gemeldet haben. Jetzt hat das Arbeitsgericht Berlin, bei dem Steppat gegen die Kündigung geklagt hatte, die streitenden Parteien in einer mündlichen Verhandlung am Dienstag zu einem Vergleich bewegt. Das Land Berlin verpflichtet sich, dem entlassenen Theater-Geschäftsführer das ausstehende Gehalt bis Ende 2023 sowie eine Abfindung in Höhe von 165 000 Euro zu bezahlen - insgesamt rund 180 000 Euro.

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