Der deutsche Pavillon auf der Biennale in Venedig hat schon viele Gestalten angenommen: Er war das Familien-Spukhaus „Ur“ von Gregor Schneider*, war Kanzlerbungalow, war halb verschüttet wie bei der Biennale-Ausgabe von 2024. Doch so radikal wie dieses Mal war die Transformation noch nie. Am ersten Pressetag der Biennale suchte man zwischen den Bäumen der Giardini nach dem freundlichen Ockerton des unfreundlichen Nazi-Pavillons – und fand eine beschmierte Ruine. Deutschlands Repräsentanz in Venedig: ein Lost Place.
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Der Pavillon der Bundesrepublik auf der Biennale in Venedig lädt ein zu einem pessimistischen Parcours durch die deutsche Geschichte: NS-Ästhetik trifft auf den Sozialblock aus Ostberlin.
Von Jörg Häntzschel
