Deutsche Trend-Schauspieler:Platz, Hirsch!

Das merkwürdige Verhalten gewinnbringender Schauspieler zur Paarungszeit: Wer gehört zur deutschen Top-Liga? Und von wem kann man sicher sein, dass er im nächsten deutschen Film auch wieder mitspielen wird? Die Bilder.

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Das merkwürdige Verhalten gewinnbringender Schauspieler zur Paarungszeit: Wer gehört zur deutschen Top-Liga? Und von wem kann man sicher sein, dass er im nächsten deutschen Film auch wieder mitspielen wird? Die Bilder. Hollywood-Actionkino à la R.E.D war vergangene Woche, jetzt ist die Kinoleinwand schwarzrotgolden: Gleich zwei deutsche Filme gehen an diesem Donnerstag an den Start. In Die kommenden Tage spielt Johanna Wokalek die junge Cecilia, die sich unglücklich in Konstantin (August Diehl, links im Bild) verliebt. Daniel Brühl und Jürgen Vogel sind auch wieder dabei. Ein deutscher Film wie er im Drehbuch steht also. Oder erinnert sich jemand an einen jüngeren deutschen Kinofilm, der nicht mit einem dieser Trend-Schauspieler besetzt wurde? Text- und Bildauswahl: Lena Schilder/sueddeutsche.de/rus

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(Foto: dapd)

Der zweite Film heißt Carlos, der Schakal. Oliver Assayas erzählt darin die Geschichte des Terroristen Ilrich Ramírez Sánchez, genannt Carlos. Der Film erinnert, des terroristischen Sujets und auch der Bilder wegen, an den Baader Meinhof Komplex von 2008. Doch wer ist Edgar Ramirez (rechts im Bild)? Wo ist denn bitteschön Moritz Bleibtreu? Schließlich ist der doch in Deutschland auf die Rolle des mal mehr mal weniger knallharten, mal mehr mal weniger intelligenten Haudraufs abonniert. Nicht einmal Daniel Brühl in der Castauflistung? Und das soll ein deutscher Film sein? Gut, Nora von Waldstätten spielt als in Österreich geborene Berlinerin die deutsche Frau des Terroristen - aber warum liegt sie nicht in Til Schweigers Armen? Die Erklärung: Es handelt sich um eine deutsch-französische Koproduktion mit deutsch-französisch-arabisch-venezolanischem Ensemble. Deshalb.

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Wie ein deutscher Film traditionell besetzt ist, kann man vorbildlich in Der Baader Meinhof Komplex sehen. Hier ist die Terrorwelt, aus Sicht deutscher Castingagenturen, noch in Ordnung: Moritz Bleibtreu spielt den gewaltbereiten Andreas Baader, Johanna Wokalek seine "Katze", Komplizin Gudrun Ensslin. Desweiteren: Martina Gedeck, Nadja Uhl, Jan Josef Liefers, Bruno Ganz, Alexandra Maria Lara, Hannah Herzsprung, Stipe Erceg, Tom Schilling, Heino Ferch, Anna Thalbach, Katharina Wackernagel - und so weiter und so fort. Wer aber gehört eigentlich zur deutschen Top-Liga? Wer dreht am liebsten mit wem? Was unterscheidet die einzelnen Schauspieler voneinander? Und wer zeigt sein Gesicht in jedem dritten Film? Wokalek, 35, die ihre Karriere am Theater begann, ist mit Der Baader Meinhof Komplex im illustren Grüppchen der deutschen A-Schauspieler angekommen. Hilfreich scheint es - neben Talent und Willenskraft - zu sein, neben einem ganz bestimmten Mann gespielt zu haben. Johanna Wokalek hat das jedenfalls in Barfuss (2005) getan. Und hat ihm als psychisch labile Laila gleich mal die Show gestohlen - ob das so gewollt war?

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Name:  Til Schweiger, 46 Karriere: Begann nicht gerade glanzvoll - er spielte Jo Zenker in der Lindenstraße und gab sein Leinwanddebüt als Manta-Proll in Manta, Manta (1991). Mittlerweile dreht er auch schon mal in Hollywood und ist als Regisseur und Produzent mit deutschen Kassenschlagern wie Keinohrhasen (2007) und Zweiohrküken (2009) überaus erfolgreich. Seine eigene Casting-Show Mission Hollywood hingegen erwies sich 2009 als schwerer Flop. Seine Rollen:  Schleppt sein Image als "bewegter Mann" in zahlreichen Variationen augenzwinkernd aber stoisch über die Kinoleinwand. Als Regisseur hat er vielversprechenden Nachwuchsschauspielern zu kommerziellem Erfolg verholfen - und bewies damit ein Näschen für Talent und Trend. "Nur" Regisseur will Schweiger aber nicht sein - weswegen er sich wohl noch jahrelang selbst die immer gleiche Rolle des "Harte Schale, weicher Kern"-Typs zuschachern wird. Des gutaussehenden, versteht sich. Zahlreiche weibliche Fans wird es freuen. Zumindest noch ein paar Jahre lang. Auch bei folgendem Schauspieler hat er die Karriere kräftig angekurbelt: 

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Name: Moritz Bleibtreu, 39 Karriere: Zwar ist er der Sohn der legendären Schauspielerin Monica Bleibtreu - richtig bekannt wurde er aber erst 1997 als Kleinganove Abdul in Knockin on Heaven's Door (Produzent und bewegter Hauptdarsteller: Til Schweiger), mit Phrasen wie "Soll isch dirr dein Hirrn pusten?". Seine Rollen: Er spielte lange bevorzugt den geistig eher schlicht-, testosteronmäßig dafür umso besser ausgestatteten Underdog. Inzwischen zieht er einen anderen Regisseur vor: Fatih Akin - immerhin bleibt der auch brav hinter der Kamera. An der Seite von Christiane Paul war Bleibtreu in der Sommerkomödie Im Juli (2000) endlich mal ein Typ ohne gezückte Knarre. Auch in Chico (2008) und Soul Kitchen (2009) gehörte er zur Akin-Gang. Seine bisherige Glanzrolle hatte er jüngst in Jud Süß - Film ohne Gewissen von Oscar Roehler - als Reichspropagandaminister Goebbels. Und mittlerweile spielt er sogar Typen wie Goethes Rivalen und Vorgesetzten, den Juristen Albert Kestner in Goethe!. Til Schweiger hat auch schon einen neuen Film-Buddy:

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Name: Matthias Schweighöfer, 29, (rechts im Bild, links Schwiegers weiblicher Dauer-Filmbuddy Nora Tschirner, 29, in der Mitte, wer sonst, Til Schweiger) Karriere: Doch, es gab ein Leben vor Til Schweiger. Aber erst seit Schweighöfer in Schweigers überaus erfolgreicher Serie von Filmen mit Tieren mit oder ohne Ohren 2007 und 2009 den trotteligen besten Freund von Til alias Ludo geben durfte, ging's so richtig los mit der Karriere: 2008 stand Schweighöfer mit Tom Cruise für Operation Walküre vor der Kamera - gerade wurde er zum GQ-Mann des Jahres gewählt. Seine Rollen: Vom chaotischen Fotografen Moritz bei Schweiger zum Literaturpapst Reich-Ranicki persönlich für dessen verfilmte Autobiographie in 2009: Das nennt man wohl breites Reportoire. Oder auch großes Talent. Er spielt ebenfalls häufiger mit Til und Matthias: 

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Name: Jürgen Vogel, 42 Karriere: Der Mann mit den schärfsten Eckzähnen seit Graf Dracula war mit Schweiger sowohl in Wo ist Fred? (2006), bei den Keinohrhasen als auch in Barfuss zu sehen. Seine Rollen:  Regisseure sehen ihn durch seinen Charakterschädel offenbar befähigt, Kinderschänder, Gangster oder Vergewaltiger (Der freie Wille, 2006) überzeugend zu spielen. Seine Spiellust trieb ihn dazu, seit 2009 als zweites Standbein den Comedian in der TV-Serie Schillerstraße zu geben. Die schauspielerische Spanne reicht damit von Clown bis Abschaum - nur der Traumprinz ist nicht drin. Die Rolle hat ja auch schon ein anderer abonniert. In Ein Freund von mir (2006) spielte der komische Vogel jedenfalls den Konterpart zu folgendem Schauspieler, der dem jungen deutschen Film wie kein Zweiter sein Milchgesicht aufgedrückt hat:

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Name: Daniel Brühl, 32 Karriere: Schon früh als Nachwuchssensation gefeiert, erlangte er 2003 mit Good Bye, Lenin! internationale Bekanntheit. Spätestens seitdem ist er aus dem deutschen Film nicht mehr wegzudenken. Da war es natürlich nur noch eine Frage der Zeit, bis Brühl und Schweiger aufeinandertrafen. Allerdings taten sie das nicht in einem deutschen Film, sondern, zweite Option für deutsche Schauspieler, als Nazis in einer Hollywood-Produktion: 2009 bei Quentin Tarantinos Inglorious Basterds war es soweit. Seine Rollen: Er gibt bevorzugt den unsicheren, aber charmanten jungen Mann, der seinen Platz im Leben sucht - und wechselt dabei fröhlich zwischen Unbedarftheit und Verletzlichkeit hin und her. Dank seiner weichen Gesichtszüge würde man ihn selbst noch als brutalen Aufragskiller tröstend in den Arm nehmen wollen. Eine Zeitlang hat sie diesen Job stellvertretend für die Nation übernommen:

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Name: Jessica Schwarz, 33 Karriere: Bravo-Girl, Viva-Moderatorin, Schauspielerin, Romy Schneider. So lässt sich die bisherige Karriere von Jessica Schwarz zusammenfassen. 2001 spielte sie ihre erste Hauptrolle in Nichts bereuen und war daraufhin jahrelang mit Ko-Star Daniel Brühl liiert. Sein Welpen-Image teilte sie aber nie - schon allein der rauchigen Stimme wegen nicht. Für ihre TV-Rolle als Romy Schneider (2009) erhielt sie den Bambi. Ihre Rollen: Die Wilde, Aufregende, Eigenwillige und Unerreichbare. Eine gewisse Waghalsigkeit und Unbeschwertheit schwingt stets mit. Von Til Schweiger hat sie sich bislang ferngehalten, dafür war sie gleich doppelt mit Matthias Schweighöfer zu sehen (Die Freunde der Freunde in 2002, Kammerflimmern in 2005). Auch in der Großproduktion Das Parfum (2006) hatte sie einen kurzen Auftritt. Viele Filmminuten überlebte sie aber nicht - als wohlriechende Prostitutierte musste sie recht schnell dran glauben. Ein Schicksal, das sie mit einer Kollegin teilte:

Name: Karoline Herfurth, 26 Karriere: Für viele ist sie vor allem das Mirabellenmädchen aus Das Parfum. Ihre Rollen: Sie ist die Zerbrechliche, Sensible. Und als solche spielt sie am liebsten Charaktere, die wohlbehüteter Teil einer Mädchenclique sind. Bevorzugt heißt Karoline in solchen Rollen dann übrigens Lena. So war das bei Mädchen, Mädchen (2001 und 2004) mit Felicitas Woll und Diana Ampft, so ist das jetzt in dem aktuellen Film Wir sind die Nacht mit Nina Hoss. Auch Nina Hoss tut sich gern mit den besten Pferden im deutschen Filmstall zusammen:

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Name: Nina Hoss, 35 Karriere: In Doris Dörries Beziehungskomödie Nackt (2002) etwa näherte sich Nina Hoss (links) Jürgen Vogel, Benno Fürmann, Mehmet Kurtulus, Heike Makatsch und Alexandra Maria Lara gleichzeitig an. Apropos Heike Makatsch - ihre Karriere weist gewisse Parallelen zu der von Jessica Schwarz auf: Erst Viva-Moderatorin, dann erfolgreiche Schauspielerin, dann das Spielen einer deutschen Ikone. In ihrem Fall war's die Knef (2009). Zurück zu Nina Hoss: Zumindest mit Benno Fürmann wurde sie später noch viel vertrauter. Unter ihrem Lieblingsregisseur Christian Petzold drehte sie mit ihm gemeinsam Wolfsburg (2003) und Jerichow (2008). Ihre Rollen: Sie hat die Rolle der geheimnisvollen Außenseiterin für sich verbucht: Ob Als weiße Massai (2005) in Afrika oder als Yella (2007) aus der ostdeutschen Provinz. Lange hatte sie mit dem Image der schönen, kühlen Blondine zu kämpfen. Das rührte besonders von der Rolle, die ihr den Durchbruch verschaffte: In Das Mädchen Rosemarie (1996) spielte sie die Edel-Prostituierte Rosemarie Nitribitt an der Seite von - wie könnte es anders sein? - Til Schweiger. Auch die folgende Schauspielerin hat oft mit Benno Fürmann und Co. gedreht - aber irgendwann brauchte sie dann doch ein bisschen Abwechslung:

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(Foto: AP)

Name: Franka Potente, 36 Karriere: 1998 rannte sie als Lola dreimal kreuz und quer durch Berlin, um ihren Freund Manni (Moritz Bleibtreu) zu retten. Es folgten Filme mit Heiner Lauterbach (Opernball in 1997, Schlaraffenland in 1999) und Benno Fürmann (Anatomie und Der Krieger und die Kaiserin , beide im Jahr 2000). Dann entschied sie sich für den Ausstieg aus dem deutschen Karussell - und bevorzugte künftig Filmpartner wie Johnny Depp, Matt Damon und Elijah Wood. Ihre Rollen: Sie ist die Sperrige. Da es auf diesem Gebiet momentan eher mau auszusehen scheint, konzentrierte sie sich, nach ihrer Rückkehr aus Hollywood, zunächst verstärkt auf die Schriftstellerei. Bald wird sie sich aber zurückmelden: als Beate Uhse. Die Dreharbeiten haben gerade begonnen. Auch eine andere deutsche Kollegin orientiert sich gerne mal Richtung Hollywood. Aber nicht um jeden Preis:

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(Foto: ddp)

Name: Alexandra Maria Lara, 31 Karriere: In ihrer bekanntesten Rolle war sie Hitlers Sekretärin Traudl Junge (Der Untergang, 2004). Anschließend spielte sie für Francis Ford Coppola in Jugend ohne Jugend (2008). Als Hollywood sie wieder als Nazi-Sekretärin besetzen wollte - in Operation Walküre - lehnte sie dankend ab. Ihre Rollen: Jedenfalls nicht nur die Nazi-Braut. Als mädchenhaftes Reh des deutschen Films bleibt sie schwer greifbar. Heiratete aber inzwischen ihren britischen Filmpartner Sam Riley aus dem Film Control (2007). 2006 war sie noch Jürgen Vogels Traumfrau Denise in dem Film Wo ist Fred? mit - wir müssen es eigentlich nicht mehr erwähnen - Til Schweiger in der Hauptrolle. Diese beiden Damen hingegen bleiben ihrem Metier seit Jahrzehnten treu:

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Name: Hannelore Elsner, 68 (rechts) und Iris Berben, 60 (links) Karriere: Für den Fernsehfilm Andrea und Marie standen sie 2002 zusammen vor der Kamera. Jede für sich hat mittlerweile in so vielen deutschen Produktionen mit so vielen guten und schlechten Schauspielern mitgewirkt, dass alle Filme aneinandergereiht wohl monatelanges Fernsehvergnügen non stop ergeben würden. Ihre Rollen: Sind sind die starken, gestandenen Frauen des deutschen Films. Hannelore Elsner hebt die vielen Fältchen, die sie mit den Jahren gezüchtet hat, gerne ausdrucksstark der Kamera entgegen - um das große Feuerwerk an Emotionen auf ihrem Gesicht ordentlich zur Geltung zu bringen. Iris Berben hat davon nicht ganz so viele, dafür umso schönere, weshalb sie regelmäßig und immer noch die Traumfrau spielt. Eine Nachwuchsschauspielerin versucht gerade, sich als Charakterdarstellerin fest in der deutschen Filmlandschaft zu etablieren. Und das wirklich sehr fleißig:

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(Foto: OBS)

Name: Felicitas Woll, 30 Karriere: Bekannt wurde sie ab 2002 in der Fernsehserie Berlin, Berlin. Damals war sie als unkonventionelle Lolle der roten Lolas späte Schwester im Geiste. Hektisch durch Berlin gerannt ist sie jedenfalls mindestens genau so viel. Gedanklich konnte sie sich zusätzlich problemlos in ihre eigene Comicfigur verwandeln. Ihre Rollen: Ihr Faible für zeitgeschichtliche Stoffe (Dresden in 2005 und Wir sind das Volk in 2008) scheint nun einer Vorliebe für Liebeskomödien gewichen zu sein (Bei manchen Männern hilft nur Voodoo und Küss dich reich in 2010). Ob das wohl förderlich ist für das Charakterfach? Vielleicht hat Til Schweiger ja noch einen Part in Vier-Ohr-Rüsselschwein zu vergeben. Sonst könnte nämlich bald der Absturz in die Soap folgen - und längst nicht alle Serien sind so gut wie Berlin, Berlin. Haben wir noch eine wichtige Person unerwähnt gelassen? Tatsächlich:

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(Foto: DPA)

Name: Veronica Ferres, 45 Karriere: Bekannt wurde sie als hüllenlose Muse in Helmut Dietls Hitler-Tagebuch-Satire Schtonk! (1992) Ihre Rollen:  Sie wird allzu gerne für das vermeintliche Superweib besetzt. Und hat vor allem mit den etablierten Schauspielern der Vor-Brühl- und Vor-Schweiger-Zeit gearbeitet. Mit Heiner Lauterbach, Heino Ferch und Mario Adorf zum Beispiel. Den Anschluss verpasst hat sie aber nicht: Auch Jessica Schwarz, Moritz Bleibtreu und Benno Fürmann sind bereits abgehakt auf der Liste ihrer Filmpartner. Da sich das lustige Karussell der deutschen Filmschaffenden lustig weiterdrehen wird, darf man gespannt sein, welche deutschen Nachwuchsstars zur Wachablösung bereitstehen. Nora von Waldstätten (geboren 1981) scheint eine Kandidatin zu sein, Anna Maria Mühe, 25, ebenfalls. Letztere ist nicht zuletzt die Tochter von Ulrich Mühe, der mit Das Leben der Anderen 2006 den Oscar nach Deutschland holte, zusammen mit Ulrich Tukur, Sebastian Koch und Martina Gedeck ... aber das würde zu weit führen. Einer jedenfalls ist derzeit in allen Lebenslagen zu bewundern:

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Name: Henning Baum, 38 Karriere: Er schien aus dem Nichts zu kommen, als Sat1 ihn im April 2010 als Den letzten Bullen ins Rennen schickte. In der TV-Serie spielt er einen Polizisten, der 20 Jahre lang im Koma lag und sich nun in der veränderten Welt zurechtfinden muss. Weil das so gut ankam, wurde gleich seine alte Rolle von 2002 ausgegraben, in der er ebenfalls einen Polizisten spielt: Mit Herz und Handschellen läuft seither in Endlos-Schleife auf demselben Sender, der sich zum Henning-Baum-Festspiel-Sender zu entwickeln scheint. Kaum ein Sat1-Abend, an dem der blonde Hüne nicht in irgendeiner TV-Produktion zu sehen ist. Seine alten TV-Filme und selbst sein alter Kinofilm von 2002, Mädchen, Mädchen mit Felicitas Woll und Karoline Herfurth lassen sich bei dieser Gelegnheit prima zweitverwerten. So rum kann man also auch auf der Karriereleiter klettern: Vom wenig beachteten Filmschauspieler zum gefeierten Serienstar.   Seine Rollen: Außen hart und innen ganz weich. Nahezu ausnahmslos. Da er das aber ganz gut macht, wird er vermutlich sehr bald mit Felicitas Woll irgendwo zu sehen sein. Nur für Til Schweiger ist er leider schon zu alt. Dafür ist er der perfekte Gegenpart zu Christine Neubauer, mit der er natürlich auch schon vor der Kamera stand, die wir hier ausdrücklich nicht auch noch würdigen. Das macht das Öffentlich-Rechtliche schon mehr als genug.

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