LiteraturWieso lesen auf einmal alle deutsche Romane?

Lesezeit: 4 Min.

Weltberühmt - nicht nur in Deutschland: Daniel Kehlmann (v.l.), Shida Bazyar, Nelio Biedermann.
Weltberühmt - nicht nur in Deutschland: Daniel Kehlmann (v.l.), Shida Bazyar, Nelio Biedermann. SZ Collage - Friedrich Bungert; Georg Wendt/dpa; dts/imago

Lange haderte die deutschsprachige Literatur mit ihrer internationalen Irrelevanz. Jetzt sind Daniel Kehlmann, Shida Bazyar und Nelio Biedermann plötzlich überall. Warum?

Von Felix Stephan

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Im Jahr 2011 hat der amerikanische Verleger Denis Johnson einmal seine Freundin Diane von Fürstenberg, die vor allem damit berühmt geworden ist, das Wickelkleid neu erfunden zu haben, gefragt, was sie gerade lese. Die Antwort lautete: Hans Fallada, einen deutschen Schriftsteller, der in der Weimarer Republik einst mehr Bücher verkauft hat als Thomas Mann, der heute aber vollständig vergessen sei. Es sei geradezu verrückt, sagte Fürstenberg, dass es auf Englisch von ihm nichts zu lesen gebe.

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:Kein Punkt in Sicht

In den bedeutendsten Romanen der Gegenwart ziehen sich die Sätze mitunter über Hunderte Seiten hin. Darin äußert sich vor allem eins: Die Literatur besinnt sich ihrer religiösen Wurzeln.

SZ PlusVon Felix Stephan

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